<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" ><generator uri="https://jekyllrb.com/" version="3.6.2">Jekyll</generator><link href="https://phosfor.github.io/feed.xml" rel="self" type="application/atom+xml" /><link href="https://phosfor.github.io/" rel="alternate" type="text/html" /><updated>2017-10-29T09:19:14+00:00</updated><id>https://phosfor.github.io/</id><title type="html">phosfor.github.io</title><subtitle>Japan Blog</subtitle><entry><title type="html">Alltag</title><link href="https://phosfor.github.io/alltag/" rel="alternate" type="text/html" title="Alltag" /><published>2017-10-29T00:00:00+00:00</published><updated>2017-10-29T00:00:00+00:00</updated><id>https://phosfor.github.io/alltag</id><content type="html" xml:base="https://phosfor.github.io/alltag/">&lt;p&gt;Es ist jetzt schon fast ein Monat seit meinem letzten Eintrag vergangen. Ich musste mich erstmal an den Alltag gewöhnen. Das Unileben hier ist ganz anders im Vergleich zu Deutschland. Zumindest in meinem Austauschprogramm. Es fühlt sich eher wie Schule an: Die Kurse sind relativ klein (max 30 Personen), es gibt Anwesenheitspflicht und Hausaufgaben und es gibt ne Klingel, die zu Anfang und Ende jeder Stunde läutet. Generell sind die Kurse hier solala… Zum einen hält sich das Englisch der Professoren in Grenzen. Das hab ich zwar schon erwartet, aber es ist doch noch um einiges schlechter als gedacht. Zum anderen ist der Inhalt (zumindest in den meisten Naturwissenschaftlichen Kursen) lächerlich. Es wird kaum Inhalt vermittelt. Stattdessen hab ich das Gefühl wollen die Werbung für Japan machen.&lt;/p&gt;

&lt;!--more--&gt;

&lt;p&gt;Ich erinnere mich da insbesondere an eine “Vorlesung” zum Thema “Fluid Dynamics”. Nachdem kurz zwei Gleichungen gezeigt wurden (wohlgemerkt nicht Erklärt, sondern nur erwähnt, dass sie wichtig und sehr berühmt sind), wurden uns ca eine Stunde lang Bilder gezeigt, auf denen “tolle” Phänomene aus dem Bereich Fluid-Dynamics zu sehen waren. Zum Beispiel wie Flugzeuge durch Wolken fliegen, hinter denen sich eine &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%A1rm%C3%A1nsche_Wirbelstra%C3%9Fe&quot;&gt;Kármánsche Wirbelstraße&lt;/a&gt; bildet. Das war für mich an der stelle nur in sofern interessant als das Kármán einige Zeit an der RWTH tätig war und ich meine ersten Semester hauptsächlich im nach ihm benannten Kármán-Auditorium verbracht habe. Aber halt… Da fehlt ja noch der Bezug zu Japan also zeigt der Professor uns auch &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Die_gro%C3%9Fe_Welle_vor_Kanagawa&quot;&gt;“Die Große Welle” von Kanagawa&lt;/a&gt; und behauptet (Fluid-Dynamics) Experten könnten sich Stundenlang darüber unterhalten…&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auch die Japanischkurse sind nicht so der Hammer. Mein Level (JA300) fokussiert sich hauptsächlich auf Kanji. Erklärungen dazu sind aber rar. Im Grunde lesen wir im Unterricht einen Text, in dem neue Kanji vorkommen. Diese müssen wir dann bis zum nächsten Tag lernen, weil wir einen Test schreiben. Der “Test” ist allerdings nur eine Seite aus unserem Lehrbuch kopiert (und wir wissen genau welche vorkommt). Trotzdem sitze ich lange an den Hausaufgaben und dem Lernen der Kanji. Ich glaube ich könnte alleine effizienter Kanji Lernen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Naja genug Dampf abgelassen. Nicht alle Kurse sind schlecht. Ich habe zum Beispiel einen Mathe-Kurs über Gruppentheorie, der ganz interessant ist. Dort geht es für meinen Geschmack zwar etwas zu langsam vorran aber wenigstens ist der nicht so oberflächlich. Auch mein einziger Master/nicht OUSSEP Kurs zu Spieltheorie ist gut; und der Professor spricht super Englisch :stuck_out_tongue_winking_eye:&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Ich werde nicht alle Bilder, die ich Hochlade in den Blogs einbauen. Alle Bilder findet ihr aber in der &lt;a href=&quot;/gallery&quot;&gt;Gallerie&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Hier noch ein paar highlights aus dem letzten Monat:&lt;/p&gt;

&lt;hr /&gt;

&lt;h2 id=&quot;焼肉-yakuniku&quot;&gt;焼肉 Yakuniku&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Ich bin mit drei Freunden (zwei Deutsche und eine Japanerin) &lt;a href=&quot;https://en.wikipedia.org/wiki/Yakiniku&quot;&gt;Yakiniku&lt;/a&gt; (leider nur auf Englisch) essen gegangen. Dabei sitzt man ein einem Tisch in dessen Mitte sich ein Grill befindet. Man bestellt sich rohes Fleisch (und andere Sachen) und grillt es sich selbst. Wir hatten 食べ放題 (Tabehoudai, All-You-Can-Eat), konnten also 1.5 Stunden lang soviel bestellen wie wir wollten. Mit etwas mehr als 2000 Yen war das auch nicht ganz billig aber ich denke das hat sich (für uns) gelohnt :yum:&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;/images/20171014_173417.jpg&quot; alt=&quot;Beim Yakiniku&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;/images/20171014_184815.jpg&quot; alt=&quot;FLEISCH!!!&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;hr /&gt;

&lt;h2 id=&quot;hostfamily&quot;&gt;Hostfamily&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Ich habe endlich meine Hostfamily besucht. Es gab lecker selbstgemachtes Essen (Pizza, Salat, Hähnchen, Kartoffeln und Sushi). Yoshiko bzw Yoshi, wie er genannt werden will, hat mir Bilder aus deren Zeit in Deutschland gezeigt: Er musste in den 80ern geschäftlich in Düsseldorf. Übernachtet haben sie aber in Kaarst und im Mönchengladbacher Hbf war er auch :laughing:&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nach dem Essen hat Yoshi mir seine Klarinette in die Hand gedrückt. Ich hatte ihnen erzählt, dass ich Klarinette spiele, meine aber nicht mitgenommen habe. Weder er noch sie spielen selbst, und ich weiß nicht genau, warum er eine besitzt :sweat_smile: Ich habe dann ein paar Töne (Stücke) gespielt, was gar nicht so einfach war, da es sich um ein anderes System handelt (Ich habe auf dem deutschen System gelernt. Außerhalb Deutschlands ist aber praktisch nur das Böhm-System verbreitet). Ich habe auch Yoshi überredet gekriegt mir etwas auf der Gitarre vor zu spielen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;/images/20171021_160929.jpg&quot; alt=&quot;Meine Hostfamily&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;hr /&gt;

&lt;h2 id=&quot;lets-talk-japanese-und-kimono-wearing-event&quot;&gt;Let’s Talk Japanese und Kimono-Wearing-Event&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Jeden Donnerstag kommen (vornehmlich ältere) Japaner und Japanerinnen in unser Dorm um mit uns Japanisch zu sprechen. Die Gruppe, die sich “Let’s Talk Japanese” nennt, organisiert auch einige Events. So zum Beispiel auch ein Kimono-Wearing-Event. Wenn man sich sonst einen &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Kimono&quot;&gt;着物 (Kimono)&lt;/a&gt; leiht kostet das gerne mal 3000 Yen und mehr. Für uns war das (mehr oder weniger) Kostenlos (Man muss pro Semester 500 Yen zahlen und kann dann an allen Events kostenlos teilnehmen). Natürlich habe ich mir die Gelegenheit nicht nehmen lassen und hab’s ausprobiert. Bis auf die Schuhe war das ganze auch ganz angenehm zu Tragen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;/images/20171022_132538.jpg&quot; alt=&quot;Ich im Kimono&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;/images/20171022_1509263021269.jpg&quot; alt=&quot;Gruppenfoto im Kimono&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;hr /&gt;

&lt;h2 id=&quot;台風taifun&quot;&gt;台風　Taifun&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Am 22. Oktober fegte ein Taifun über Osaka. Der Baum vor meinem Fenster hat ganz schön geschwankt. Ich hätte gerne ein Video oder Foto gemacht aber es war leider zu dunkel. Ich muss zugeben, ich hatte ein bisschen Angst, das der mich in der Nacht besuchen kommt :fearful: Ein Baum im nahegelegenen Park ist tatsächlich umgekippt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;/images/20171022_1509263083140.jpg&quot; alt=&quot;Umgefallener Baum&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;hr /&gt;

&lt;h2 id=&quot;expocity&quot;&gt;Expocity&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Expocity befindet sich dort, wo früher der Freizeitpark “Expoland” war, der anlässlich der Weltaustellung 1970 errichtet wurde (Daher vermutlich der Name). Neben einer etwas verstörenden Statue und einem Riesenrad (das, was ich von meinem Fenster aus sehen kann) gibt es dort auch ein Einkaufszentrum, Kino, und Co. Natürlich musste ich da auch mal hin.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;/images/20171025_143145_HDR.jpg&quot; alt=&quot;Statue und Riesenrad&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;/images/20171025_170226_HDR.jpg&quot; alt=&quot;Gundam&quot; /&gt;&lt;/p&gt;</content><author><name></name></author><summary type="html">Es ist jetzt schon fast ein Monat seit meinem letzten Eintrag vergangen. Ich musste mich erstmal an den Alltag gewöhnen. Das Unileben hier ist ganz anders im Vergleich zu Deutschland. Zumindest in meinem Austauschprogramm. Es fühlt sich eher wie Schule an: Die Kurse sind relativ klein (max 30 Personen), es gibt Anwesenheitspflicht und Hausaufgaben und es gibt ne Klingel, die zu Anfang und Ende jeder Stunde läutet. Generell sind die Kurse hier solala… Zum einen hält sich das Englisch der Professoren in Grenzen. Das hab ich zwar schon erwartet, aber es ist doch noch um einiges schlechter als gedacht. Zum anderen ist der Inhalt (zumindest in den meisten Naturwissenschaftlichen Kursen) lächerlich. Es wird kaum Inhalt vermittelt. Stattdessen hab ich das Gefühl wollen die Werbung für Japan machen.</summary></entry><entry><title type="html">Welcome to Kansai</title><link href="https://phosfor.github.io/welcome-to-kansai/" rel="alternate" type="text/html" title="Welcome to Kansai" /><published>2017-10-01T00:00:00+00:00</published><updated>2017-10-01T00:00:00+00:00</updated><id>https://phosfor.github.io/welcome-to-kansai</id><content type="html" xml:base="https://phosfor.github.io/welcome-to-kansai/">&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;/images/20170922_180041.jpg&quot; alt=&quot;Welcome to Kansai&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h2 id=&quot;21092017&quot;&gt;21.09.2017&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Bald geht’s los. Ich kann es garnicht richtig fassen, dass ich ab morgen für ein Jahr in Japan leben werde.
Obwohl mein Flug erst um 15:30 geht, sind wir schon um 12:30 am Flughafen.
Angeblich hat der Flughafen Probleme mit dem Sicherheitspersonal und es kann zu großen Verzögerungen bei der Sicherheitskontrolle kommen.
Am Flughafen treffe ich mich mit zwei Freunden, Michelle und Joshua, die auch an der RWTH studieren und in Osaka einen austausch machen.
Als ich die schlange an den Emirates-Schaltern gesehen habe, dachte ich “Oh Gott, wenn die schlange hier schon so lang ist, …”.
&lt;!--more--&gt;
Nachdem wir eingecheckt und unser Gepäck abgegeben haben, gehen wir noch was essen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Jetzt heißt es abschied nehmen… Wider Erwarten gibt es &lt;strong&gt;KEINE&lt;/strong&gt; Schlange bei der Sicherheitskontrolle.
Im Gegenteil: Die Sicherheitsleute warten darauf, die Passagiere kontrollieren zu “dürfen”. Also schnell durch und ab zum Gate.
Bald können wir auch schon rein in das Flugzeug. An Bord des A388 ist alles ganz schön groß.
Das Handgepäckfach ist gefühlt doppelt so groß wie bei anderen Fliegern, und das Entertainment-System erst :scream:&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im Gegensatz zu Air China ist Emirates Luxus pur.
Kostenloses Wifi, großer Bildschirm mit aktuellsten Filmen (ich hab &lt;em&gt;The Circle&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;Life&lt;/em&gt; gesehen).
Und man musste nicht erst sekundenlang warten, bis auf einen Knopfdruck reagiert wird, wie bei Air China…&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;/images/20170921_145407.jpg&quot; alt=&quot;Riesen Bildschirm im A388&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Kurz bevor wir in Dubai gelandet sind, habe ich glaube ich den &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Burj_Khalifa&quot;&gt;Burj Khalifa&lt;/a&gt; gesehen.
Ich bin mir aber leider nicht sicher, weil es schon dunkel war.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nach kurzem Overlay geht’s weiter Richtung Japan. Zeit zu schlafen. おやすみなさい&lt;/p&gt;

&lt;hr /&gt;

&lt;h2 id=&quot;22092017-kansai-kyoto&quot;&gt;22.09.2017 (Kansai, Kyoto)&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Nach 18 Stunden Flug sind wir endlich da: Osaka Kansai International Airport&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;90 weitere Minuten Zugfahrt und 2.5 Km mit 40 Kg Gepäck später haben wir dann auch endlich unsere Unterkunft im Herzen Kyotos erreicht.
Es ist ganz schön warm, dafür dass es schon dunkel ist. Nach kurzer Pause wollen wir noch was essen.
Direkt um die Ecke finden wir einen Curry-Laden. Ich liebe Curry :stuck_out_tongue::heart::curry:&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;/images/20170922_225950.jpg&quot; alt=&quot;CURRY!!!!&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Noch ein kurzer Spaziergang am Fluss und zurück zum Apartment.
Ich bin super müde und schlafe fast im Sitzen ein. Ich will mich aber an den neuen Rhythmus gewöhnen also versuche ich noch was längkdfkjdkj&lt;/p&gt;

&lt;hr /&gt;

&lt;h2 id=&quot;23092017-kyoto-kiyomizu-dera-yasaka-gion&quot;&gt;23.09.2017, Kyoto (Kiyomizu-Dera, Yasaka, Gion)&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Der erste (richtige) Tag beginnt. Auf geht’s zum &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Kiyomizu-dera&quot;&gt;Kiyomizu-dera&lt;/a&gt;.
Wir gehen praktisch die gleiche Route wie schon bei meinem Urlaub im März. Vorbei an kleineren Schreinen und einem Friedhof.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;/images/20170923_101413_HDR.jpg&quot; alt=&quot;Friedhof&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Kaum am Tempel angekommen werden wir von Schülern angesprochen, die ihr Englisch ausprobieren wollen. Aber selbst der Lehrer hat Probleme sich auszudrücken.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Langsam werden wir hungrig. Wir suchen uns einen Platz um unser “Konbini-Frühstück” (verschiedene Onigiri und andere Snacks) zu verspeisen. Aber schon wieder kommen Japaner auf uns zu.
Diesmal Englischstudenten… Sie wollen uns durch den Tempel führen. Natürlich “free of charge”. Also alles wieder einpacken.
Den Eintritt müssen wir aber trotzdem zahlen. Wir wollten aber sowieso rein; also ab zur Kasse.
Statt geführt zu werden, müssen wir die schüchternen Studenten förmlich nach den Infos ausfragen. Aber so erfahren wir trotzdem mehr als wenn wir alleine gegangen wären.
Schließlich steht hier alles praktisch nur auf Japanisch. Und auch sonst macht es Spaß sich mit ihnen zu unterhalten. Noch ein Abschiedsfoto und wir können uns endlich unserem Essen widmen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;/images/20170923_113259_HDR.jpg&quot; alt=&quot;Kostenlose &amp;quot;Führung&amp;quot;&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mit gefülltem Magen schlendern wir nun eine Straße voll mit Souvenirläden bis zur Hauptstraße runter. Ich wollte eigentlich im &lt;em&gt;Gojo Guest House&lt;/em&gt; übernachten, wo wir auch schon im März waren.
Aber leider war es schon ausgebucht. Trotzdem wollte ich mal vorbeischauen. Glücklicherweise ist es in der nähe. Wir setzen uns rein und bestellen uns was zu Trinken.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;500 Yen für einen O-Saft. Ganz schön teuer. Und Shiori ist auch nicht da. Sie hatte mir damals geholfen meinen Railpass wieder zu kriegen, nachdem ich ihn verloren hatte.
Ganz schön enttäuscht trinke ich meinen (wenigstens frisch gepressten und sehr leckeren) Saft. Wir planen was wir als nächstes tun. Wir wollen richtung Gion.
Kurz bevor wir das kuschelige Cafe/Hostel verlassen bemerke ich ein bekanntes Gesicht an der Rezeption sitzen. Shiori ist doch da. Ich hätte mich gerne etwas länger unterhalten aber wir wollten weiter.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;/images/20170923_150119_HDR.jpg&quot; alt=&quot;Tor in der nähe von Gion&quot; /&gt;
&lt;img src=&quot;/images/20170923_151628_HDR.jpg&quot; alt=&quot;Under Construction&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wir kommen an einem riesen Tor aus. Dahinter eine weitere Tempelanlage (und wie wir später erfahren haben eine Treppe, auf der eine Szene von &lt;em&gt;The last Samurai&lt;/em&gt; gedreht wurde).
Oben angekommen werden wir aber leider enttäuscht: Ein großer Teil wird gerade renoviert und ist von einer Art gigantischer Hütte umgeben. Wir gehen weiter hoch. Am höchsten Punkt steht ein Schrein. Man muss die Schuhe ausziehen um ihn betreten zu dürfen. Ich zögere. Aber ein älterer japanischer Mann spricht uns an und verspricht eine schöne Aussicht auf die Stadt.
Also Schuhe aus, hoch, ein paar Fotos machen und wieder runter - habe ich gedacht. Aber der Japaner erzählt weiter: Er kniet sich auf eines der Sitzkissen und schlägt mehrfach mit einem Schlägel auf eine hölzerne Glocke. Er sagt, dass man so an diesem Schrein betet und ermuntert uns es ihm gleichzutun. Ich fühle mich etwas seltsam bei der Sache, knie mich aber ebenfalls hin und betätige mehrfach die Glocke. Auch die anderen beiden versuchen es.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;/images/20170923_155842.jpg&quot; alt=&quot;Last Samurai&quot; /&gt;
&lt;img src=&quot;/images/20170923_152844_HDR.jpg&quot; alt=&quot;Blick auf Tokyo&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nachdem wir unsere Schuhe wieder angezogen haben, holt der Mann Fotos heraus und zeigt uns Kyoto zu verschiedenen Jahreszeiten. Manchmal führe er Touristen durch die Stadt, deshalb habe er die Bilder immer dabei. Auch uns bietet er eine kleine Führung an. Da wir keine weiteren Pläne haben, nehmen wir dankend an. Wir werden durch wunderschöne kleine Gassen geführt, die wir alleine niemals entdeckt hätten. Wir kommen am Yasaka-Tou vorbei; einem 6 Stockwerke hoher, 600 Jahre alter Turm.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;/images/20170923_162817_HDR.jpg&quot; alt=&quot;Yasaka-Tou&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dann an einem Tempel, wo angeblich der erste grüne Tee in japan angebaut wurde.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;/images/20170923_165805.jpg&quot; alt=&quot;Tee Tempel&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und nach mehrstündiger Privatführung verabschieden wir und von unserem Guide…. mit einem Selfie… Ich schäme mich :pensive:&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;/images/20170923_171641.jpg&quot; alt=&quot;Selfie mit unserem Guide&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Inzwischen haben wir ein ganz schönes Loch im Bauch und entscheiden uns Ramen essen zu gehen. Wir gucken bei Google und nach einiger Zeit haben wir den Laden gefunden, den wir uns ausgesucht haben. Allerdings stehen draußen schon einige Leute. Mir schwant schon böses. Und drinnen bestätigen sich meine Befürchtungen: Wir sollen mindestens eine Stunde warten. Das ist uns zu lange und wir Suchen nach was anderem. Eine gefühlte Ewigkeit später sitzen wir in einem Laden und essen Udon.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nach einem Abstecher nach Gion geht’s ab ins Bett.&lt;/p&gt;

&lt;hr /&gt;

&lt;h2 id=&quot;24092017-kyoto-fushimi-inari-taisha-kaiserpalast&quot;&gt;24.09.2017 Kyoto (Fushimi-Inari-Taisha, Kaiserpalast)&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Nachdem wir uns wieder im Konbini unser essen besorgt haben, fahren wir mit der Bahn zum Fushimi-Inari-Taisha, eine Schreinanlage mit Tausenden von leuchtend orangen Tori (Toren).
Es ist spürbar leerer als im März (wahrscheinlich, weil wir etwas früher da sind) aber immernoch voll. Den ganzen Vormittag wandern wir hier rum. Ich will nicht wissen, wie lange wir insgesamt gewartet haben um mal ein Bild ohne Menschen aufzunehmen. Jedesmal wenn ein Grüppchen um die Ecke ging, kam das nächste.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;/images/20170924_092727.jpg&quot; alt=&quot;Tori mit Touris&quot; /&gt;
&lt;img src=&quot;/images/20170924_093020.jpg&quot; alt=&quot;Tori ohne Touris&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Jetzt geht’s zum Kaiserpalast. Der Eintritt ist frei und ausnahmsweise gibt es mal etwas auf Englisch.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;/images/20170924_150709_HDR.jpg&quot; alt=&quot;Wunderschöner Garten im Kaiserpalast&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Heute wollen wir aber das Restaurant von gestern ausprobieren. Jetzt wissen wir ja, worauf wir uns einlassen. Nach einer Stunde sind wir dran und das Essen ist wirklich gut.&lt;/p&gt;

&lt;hr /&gt;

&lt;h2 id=&quot;25092017-tsukumodai-in-osaka&quot;&gt;25.09.2017 Tsukumodai (in Osaka)&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Heute ist es soweit. Wir ziehen in unser Dorm ein. Wir haben wirklich Glück mit unserer Zugverbindung. Wir können praktisch direkt von unserer Haustüre zur Station fahren, die dem Dorm am nächsten ist. Ok einmal umsteigen aber wenigstens müssen wir nicht wieder durch die halbe Stadt latschen um zum Hauptbahnhof zu kommen. Außerdem ist die Verbindung relativ schnell. Etwa 1.5 Stunden und 400 Yen später sind wir am Dorm. Inzwischen haben wir uns von Joschua verabschiedet, der in einem anderen Wohnheim ist. Dafür Treffen wir Nina, die ebenfalls von der RWTH ist.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;/images/20170925_134804.jpg&quot; alt=&quot;Mein Zimmer&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nach kurzer Verschnaufpause wird uns ein Umschlag mit allen möglichen Unterlagen überreicht. Wir kriegen eine kleine Einführung in die Räumlichkeiten und unsere Zimmer. Jetzt fängt’s erst richtig an. Wir müssen uns bei der City-Hall registrieren, Versicherungen bezahlen und ein Bankkonto eröffnen. Die Registrierung geht glücklicherweise problemlos. Kaum dass wir reingekommen sind, kommt schon eine Frau auf uns zu und fragt uns, ob wir Austauschstudenten seien und uns registrieren wollten. Wir werden in ein Hinterzimmer geführt, wo wir einige Dokumente ausfüllen müssen. Gleich danach gehen wir zur Bank. Aber leider sind wir schon zu spät. Die Versicherungen können wir allerdings noch zahlen. Andere Austauschstudenten fragen uns, ob wir nicht mit ihnen essen gehen wollen. Zusammen kehren wir in einem kleinen Imbiss ein. Wir essen &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Tako-yaki&quot;&gt;Takoyaki&lt;/a&gt;, eine Osaka-Spezialität.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Abends lerne ich viele neue Leute im Aufenthaltsraum kennen. Viele Europäer - insbesondere Deutsche und Franzosen - und viele Asiaten - Taiwanesen und Koreaner.&lt;/p&gt;

&lt;hr /&gt;

&lt;h2 id=&quot;26092017-tsukumodai&quot;&gt;26.09.2017 Tsukumodai&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Neuer Tag neues Glück. Wir machen uns wieder auf den weg zur Post um dort ein Konto zu eröffnen. Dort erfahren wir zunächst, dass die Adresse auf dem Formular in Kanji geschrieben sein muss. Kurz darauf, dass wir unsere Steueridentifikationsnummer brauchen &amp;gt;.&amp;lt; und zurück im Dorm, dass wir die doch nicht wirklich brauchen. Wir hätten einfach sagen können, dass wir sowas nicht haben (╯°□°）╯︵ ┻━┻&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aber da es schon zu spät ist und die Post schon zu hat, schaff ich das heute nicht mehr. Also guck ich mir mal die ganzen Unterlagen an, die wir gestern bekommen haben. Ansonsten gönne ich mir heute mal etwas Ruhe.&lt;/p&gt;

&lt;hr /&gt;

&lt;h2 id=&quot;27092017-toyonaka-campus&quot;&gt;27.09.2017 Toyonaka-Campus&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Heute ist die erste Einführungsveranstaltung. Hier noch mehr Papier. &lt;!-- Foto Machen --&gt; Die Campus-Tour wird wiedermal von schüchternen aber netten Studenten gehalten. Zusammen gehen wir in eine Mensa, wo ich zum ersten mal ein(en?) richtiges(n) &lt;em&gt;Omurais&lt;/em&gt; (Omlettreis) esse. Jetzt noch eine Infoveranstaltung.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;/images/20170927_120934.jpg&quot; alt=&quot;Omurais desuu&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Michelle, Nina und ich fahren in die Innenstadt um nach einer SIM-Karte zu gucken. Im Bahnhof verlaufen wir uns erstmal. Irgendwann finden wir aber den Laden, der uns empfohlen wurde. Ein riesen Ding. Keine Ahnung wieviele Stockwerke jeweils so groß wie der Mediamarkt in Aachen. Tatsächlich finden wir ziemlich schnell die SIM-Karten. Mit gebrochenem Englisch und Google-Translate sagt der Verkäufer uns, wie wir die Unterlagen auszufüllen haben. Wenig später sind wir Stolze besitzer japanischer SIMs (allerdings nur Internet, ohne Telefon-Funktion; ich hab aber auch meine alte SIM im Handy, bin also auch noch darüber erreichbar). Zurück im Bahnhof besorgen wir uns noch eine Bahnkarte, die man aufladen kann.&lt;/p&gt;

&lt;hr /&gt;

&lt;h2 id=&quot;28092017-suita-campus&quot;&gt;28.09.2017 Suita-Campus&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Ich bin en bisschen aufgeregt. Heute soll ich meine Hostfamily kennenlernen. Aber zunächst eine Führung über den Suita-Campus. In einer Mensa esse ich wieder Curry (ich weiß, ich weiß, aber es ist die Spezialität der Mensa und es ist im Angebot). Ich liebe Curry…
Das Treffen rückt immer näher. Ich weiß noch nichts über die Familie. Nur dass sie 小山　(&lt;em&gt;Koyama&lt;/em&gt;) heißen. Noch eine Einführung. Ich bekomme einen Zettel mit ein wenig mehr Informationen: Ein Ehepaar mitte 60, das Musik, Kochen und Gartenarbeit mag. Jetzt ist es soweit. Ich spreche sie auf Japanisch an. Sie fragen mich, ob Japanisch in Ordnung ist, oder ob sie Englisch versuchen sollten. Ich will Japanisch lernen also einigen wir uns darauf. Es lief erstaunlich gut aber ab und zu wusste keiner was er/sie sagen sollte &lt;em&gt;#akward_silence&lt;/em&gt;. Ich wurde im Oktober bei ihnen zum Essen eingeladen. Ich freue mich schon riesig darauf. Leider habe ich vergessen ein Foto zu machen aber das hole ich noch nach.&lt;/p&gt;

&lt;hr /&gt;

&lt;h2 id=&quot;29092017-osaka-umeda-dotonburi-nanba&quot;&gt;29.09.2017 Osaka (Umeda, Dotonburi, Nanba)&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Ich habe gestern eine Nachricht von Annika, einer Bekannten aus Aachen bekommen, die in Kyoto ein Austausch-Semester machen wird. Wir wollen uns heute in Osaka treffen. Gesagt, getan. Mit Naomi, eine Deutsch-Japanerin, die ich im Wohnheim kennengelernt habe, fahre ich also wieder in die Stadt. Diesmal verlaufen wir uns nicht und finden schnell das Riesenrad im Gebäude, wo wir uns mit Annika treffen wollen. Wir wollen zum zunächst zum &lt;a href=&quot;https://en.wikipedia.org/wiki/Umeda_Sky_Building&quot;&gt;Sky Building&lt;/a&gt;. Kaum zwei minuten etwas ver(w)irrt geguckt und schon kommt uns jemand zur Hilfe. Der junge Mann bringt uns komplett zum Sky Building. Dabei ist das schon einige Gehminuten vom Bahnhof entfernt und der Mann kannte das Gebäude nicht einmal. Ich wusste wahrscheinlich besser, wo das liegt, als er, weil wir im März häufiger daran vorbeigegangen sind :D&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;/images/20170929_121132_HDR.jpg&quot; alt=&quot;Aussicht vom Sky Building&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dort angekommen fahren wir erstmal nach ganz oben (1000 Yen -.-). Aber die Aussicht ist schon ziemlich cool. Die haben sogar zwei Sitze für Pärchen und ein Gestell, wo man sein Handy/Kamera einspannen kann um ein Foto zu machen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;/images/20170929_122936.jpg&quot; alt=&quot;Pärchen Sitz&quot; /&gt;
&lt;img src=&quot;/images/20170929_142739.jpg&quot; alt=&quot;Okonomiyaki&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Über Dotonbori, wo wir leckeres Okonomiyaki gegessen haben, gehen wir nach Nanba. Zum ausruhen wollen wir in einen Park in der Nähe. Leider stellt sich herraus, dass es ein Zoo ist (wir uns also nicht einfach so reinsetzen können). Zum glück finden wir doch noch einen Teil, der nicht zum Zoo gehört und machen etwas Pause. Zu guter letzt gucken wir uns noch einen Tempel an.&lt;/p&gt;

&lt;hr /&gt;

&lt;h2 id=&quot;30092017-tsukumodai-dorm&quot;&gt;30.09.2017 Tsukumodai (Dorm)&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Heute habe ich praktisch den ganzen Tag gearbeitet &amp;gt;.&amp;lt;&lt;/p&gt;

&lt;hr /&gt;

&lt;h2 id=&quot;01102017-tsukumodai-dorm&quot;&gt;01.10.2017 Tsukumodai (Dorm)&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Nach mehr als einer Woche in Japan finde ich endlich einmal Zeit diesen Blog zu schreiben. Das hat mich auch nur ein paar Stunden meines Lebens gekostet und ich weiß nicht, wie lange ich das durchhalte. Auf der anderen Seite wird in den kommenden Wochen wahrscheinlich nicht so viel unter der Woche passieren und ich hoffe, dass ich häufiger dazu kommen werde was zu schreiben, sodass ich nicht wie hier alles auf einmal schreiben muss.&lt;/p&gt;</content><author><name></name></author><summary type="html">21.09.2017 Bald geht’s los. Ich kann es garnicht richtig fassen, dass ich ab morgen für ein Jahr in Japan leben werde. Obwohl mein Flug erst um 15:30 geht, sind wir schon um 12:30 am Flughafen. Angeblich hat der Flughafen Probleme mit dem Sicherheitspersonal und es kann zu großen Verzögerungen bei der Sicherheitskontrolle kommen. Am Flughafen treffe ich mich mit zwei Freunden, Michelle und Joshua, die auch an der RWTH studieren und in Osaka einen austausch machen. Als ich die schlange an den Emirates-Schaltern gesehen habe, dachte ich “Oh Gott, wenn die schlange hier schon so lang ist, …”.</summary></entry></feed>